BID Wandsbek Markt

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Im Zentrum von Wandsbek, rund um die U-Bahn-Station und den zentralen Busbahnhof, erstreckte sich das BID Wandsbek Markt entlang der Wandsbeker Marktstraße und der Schloßstraße von der Kreuzung Brauhausstraße bis zum Ring 2. Eine besondere Herausforderung bestand darin, eine hohe Aufenthaltsqualität im Quartier zu schaffen, die gleichzeitig den hochfrequentierten Besucher-, Passanten- und Verkehrsstrom berücksichtigt.

Vor den BID-Maßnahmen bot sich dem Besucher ein in die Jahre gekommenes Straßenbild. Unattraktive und zum Teil defekte Straßenmöblierung, ungepflegtes Stadtgrün und ein vielerorts beschädigter Gehwegbelag schmälerten den Eindruck des Quartiers. Zudem ließ die Gehwegbeleuchtung auch in den Abendstunden kaum ein ansprechendes Flair aufkommen. Zwar wird der Wandsbeker Markt täglich von vielen tausend Menschen als Umsteigebahnhof oder Durchgangsstraße genutzt, allerdings verfügt er über kein wirklich prägendes Image. Aufgrund dieser Missstände und der großen Konkurrenz durch andere Einkaufszentren, wie zum Beispiel der Hamburger Meile oder des Alstertaler Einkaufszentrums, wurde 2005 das BID Wandsbek Markt ins Leben gerufen.

Das Ziel des BID war es, den Wandsbeker Markt für die Kunden, Besucher und auch für die Autofahrer in ein sofort wahrnehmbares Zentrum zu verwandeln, das sich von den angrenzenden Quartieren gestalterisch deutlich abhebt. Die in ihrer Gestaltung unterschiedlich ausfallenden Abschnitte des Standorts sollten auch gestalterisch zusammenwachsen.

Der Schwerpunkt des BID lag auf Baumaßnahmen. Der gesamte Gehwegbereich und auch die Parkplätze wurden neu gestaltet. Der Gehweg wurde im Zuge der Umgestaltung ebenso wie der Radweg verbreitert. In einem Abschnitt des BID wurde in Abstimmung mit der Stadt eine der Fahrspuren entfernt, um den Fußgängern mehr Platz zu verschaffen. Eine Vielzahl neuer Bäume, neue Straßenleuchten und eine farbige Weihnachtsbeleuchtung, Fahrradstellplätze (knapp 400) erbrachten ein modernes, angenehmes Erscheinungsbild mit Wiedererkennungswert. Neben den Baumaßnahmen wurde auch verstärkt in die Reinigung und Pflege des Quartiers investiert, um das neu erlangte, attraktive Aussehen längerfristig zu erhalten und für ein angenehmes Shopping-Erlebnis beim Kunden zu sorgen. Die Baumaßnahmen wurden im Juni 2010 abgeschlossen.

Was ist ein Business Improvement District (BID)?

Der ursprünglich aus den USA und Kanada stammende Ansatz ermöglicht Grundeigentümern in ihren Standort zu investieren. Hamburg hat seit 2005 als erste Stadt in Deutschland die gesetzlichen Voraussetzungen für die Gründung eines Business Improvement District (kurz: BID )  oder wie es in Hamburg heißt, Innovationsbereich geschaffen.

 


Standpunkt Mario S. Mensing, Geschäftsführer CIMA GmbH

 

Ich verstehe Business Improvement Districts als den Einstieg in eine neue städtische Verantwortungsgesellschaft: „Frage nicht, was die Stadt für Dich tun kann, sondern handle eigenverantwortlich für Dein Quartier!“ BIDs sind ein Instrument der Selbstorganisation von Hauseigentümern und Gewerbetreibenden - nach meinem Verständnis keine staatliche Intervention. Durch BIDs können sich die öko-nomischen Kräfte in einem Quartier wirkungsvoll zusammenschließen, mit demokratischer Mehrheit das Problem der Trittbrettfahrer überwinden und sich der öffentlichen Hand, die eine hohe Planungs-kompetenz hat, aber kein Geld und zu komplizierte Umsetzungsverfahren, als Partner anbieten. BID bedeutet „weniger Staat“ auf kommunaler Ebene. Die Privaten können dort Verantwortung übernehmen, wo die Komplexität noch überschaubar ist und ihre persönlichen Motive wegen geringer Abstraktion am stärksten – vor der eigenen Haustür.


Mehr Informationen

BID Wandsbek Markt


BID Portal der STADT HAMBURG


BID Portal der Handelskammer Hamburg

ein BID 2.0 für Wandsbek

um...

  • die geschaffenen Qualitäten zu erhalten und weiterzuentwickeln, u.a. durch eine Fortführung der zusätzlichen Reinigungen und des Winterdienste sowie durch die Reparatur bzw. den Ersatz von beschädigten Fahrradbügeln, Bänken und Zäunen,
  • das Image zu verbessern, u.a. durch Marketingprojekte, die gemeinsam mit City Wandsbek e.V. realisiert werden sollen
  • zusätzliche Impulse für das Quartier zu setzen, u.a. durch die aktive Ansprache von Eigentümern mit leerstehenden Immobilien
  • die Reinigung der Vordächer zu gewährleisten
  • eine Fortführung des Wandsbeker Winterlichts
  • die Aufstellung des Weihnachtsbaumes