Fangen wir an: Wandsbek Markt wird Pilotprojekt


EINLADUNG

der Freien und Hansestadt Hamburg / Bezirksamt Wandsbek

Dienstag, den 24.05.2022 von 09.00 – 11.00 Uhr

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Anfang nächsten Jahres, zum 01.01.2023 tritt bundesweit die Mehrwegangebotspflicht in Kraft. Ob eigenes Mehrweg-System, Teilnahme an einem Mehrweg-Poolsystem oder die Befüllung kundeneigener mitgebrachter Gefäße – Gastronomiebetriebe müssen dann eine Alternative zu Einwegkunststoffverpackungen anbieten.

 

Im Rahmen der hamburgweiten Kampagne „Einfach Mehrweg“ möchten wir Sie daher in enger Abstimmung mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) bei der Umsetzung dieser Verpflichtung unterstützen. Ihr Quartier am Wandsbek Markt wird dabei als Hotspot im Rahmen eines Pilotprojektes auf dem Weg zur Umstellung besonders begleitet. Wir möchten mit Ihnen eine funktionierende Infrastruktur aufbauen, die sowohl für Sie als Unternehmer als auch für den Kunden und Konsumenten eine einfache Lösung und damit Umsetzung verspricht. Dazu gehört unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen das Angebot der Mehrwegverpackung, die Rücknahme und die Spülmöglichkeiten, entweder als individuelle oder gemeinschaftliche Anlage.

All diese Punkte erproben sie, bevor das Gesetz am 01.01.2023 in Kraft tritt und sind somit bestens vorbereitet. Ihre Erfahrungen und Lösungen sind für die weitere Umsetzung in Hamburgs Stadtteilen Wegweiser zur Einrichtung der Mehrwegangebote.

 

Die Auftaktveranstaltung mit ersten umfangreichen Informationen und Gesprächen,  findet statt

am Dienstag, den 24. Mai von 9-11 Uhr

an zentraler Stelle am Wandsbek Markt. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, sondern für Betriebe und Gastronomen in Wandsbek gedacht, die Einweggeschirr und -verpackungen nutzen. Den genauen Ort erfahren Sie bei Anmeldung.

Wir bitten um Verständnis.

 

Anmeldung bitte bis zum 20.05.2022 unter Angabe von Namen, Geschäfts- und Email-Adresse an: klimaschutz@wandsbek.hamburg.de.

Weitere Informationen zur Kampagne:  www.hamburg.de/einfachmehrweg.

Wir freuen uns auf Sie!


22. April 2022 / Pressemitteilung

 

www.hamburg.de/einfachmehrweg

 

Schluss mit Ex und Hopp:

Umweltbehörde unterstützt Gastronomie bei Einführung von Mehrweglösungen

 

Die Corona-Pandemie hat den Lieferdiensten und dem ToGo-Essen einen Boom beschert – verbunden mit einem großen Müllaufkommen aus kurzlebigen Einwegverpackungen. Diese werden mit hohem Energieaufwand produziert und schaden der Umwelt. Senator Jens Kerstan hat heute zu einem „Runden Tisch Essen in Mehrweg“ Vertreter:innen der Gastronomie und Verbände eingeladen und ein Konzept vorgestellt, mit dem die Hamburger Gastronomie bei der Einführung von Mehrweglösungen für ToGo-Essen unterstützt werden soll.

 

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Berge von Plastikmüll können verhindert werden, wenn im Bereich der Gastronomie Mehrweg die Regel wird. Denn die beste Verpackung ist eine, die immer wieder benutzt wird. Ideal ist der eigene Behälter von zu Hause, an zweiter Stelle steht ein modernes Mehrweg-System, das im nächsten Lokal wieder zurückgegeben werden kann. Damit dies in Hamburg zum Standard wird, bieten wir der Gastronomie weitreichende Unterstützung an und bitten auch die Hamburgerinnen und Hamburger, dabei mitzumachen. Mit Mehrweg sparen wir Unmengen an Plastik und schützen die Umwelt und das Klima.“

 

An dem Runden Tisch nahmen Vertreterinnen und Vertreter u. a. von DehoGa, Konditor- und Bäckerinnung, Handelsverband Nord und Handwerkskammer teil.

 

Der Hamburger Senat hat sich „Mehr Mehrweg“ als Ziel gesetzt und hat dies bereits erfolgreich bei Coffee-to-go Bechern im Zuge der Kehr.Wieder-Kampagne umgesetzt. Die Initiative wird nun bei den Mehrweglösungen von ToGo-Essen weitergeführt.

 

Der Bund hat das Thema ebenfalls aufgenommen und in der Novelle des Verpackungsgesetzes eine Mehrweg-Angebotspflicht ab dem Jahr 2023 festgeschrieben. Die Hamburger Gastronomie wird bei der Umsetzung dieser Verpflichtung vom Senat mit einem umfangreichen Infoangebot zu den gesetzlichen Regelungen und Mehrweg-Poolsystemen unterstützt. Geplant ist außerdem, den Unternehmen bei der Einführung der Systeme mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit zu helfen. Alles zu finden unter www.hamburg.de/einfachmehrweg

 

Am 27. Juni 2022 wird es darüber hinaus eine Veranstaltung in der Handelskammer Hamburg geben, bei der sich Hamburger Gastronom:innen und die Anbieter von Mehrweg-Poolsystemen direkt miteinander vernetzen können.

 

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)

Pressestelle


Mehrwegverpackungspflicht ab Januar 2023

Interesse an einem Austausch und einer Testphase Mehrwegsysteme vorab einzusetzen und zu auszuprobieren? Mit professioneller Beratung und Unterstützung? Dann schreiben Sie uns gern eine Email, wir freuen uns auf Sie!

 

 

Zum Schutz des Meeres und der Umwelt – 

das Verkaufsverbot für Wegwerfartikel aus Kunststoff.

Foto: Bundesregierung

 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/einwegplastik-wird-verboten-1763390

Was unternimmt die Bundesregierung noch gegen die Plastikvermüllung? Wann wird Mehrweg fürs Essen To-go zur Pflicht?

 

Ab 2022 dürfen Händler keine leichten Kunststofftragetaschen mehr an ihre Kundschaft ausgeben. Einweg- oder Mehrwegflaschen müssen besser markiert werden, um Verbraucherinnen und Verbrauchern die Entscheidung zu erleichtern, überflüssiges Plastik zu vermeiden und wiederverwertbare Produkte zu kaufen.

 

Ab 2022 soll die Pfandpflicht für Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff (bis zu drei Litern) gelten. Ab 2024 auch für Plastikflaschen mit Milchgetränken. Ab 2025 müssen PET-Einweg-Getränkeflaschen mindestens 25 Prozent Recycling-Plastik, so genanntes Rezyklat, enthalten. Die Bundesregierung hat diese Neuregelungen am 20. Januar 2021 auf den Weg gebracht.

 

Ab 2023 werden Caterer, Lieferdienste und Restaurants verpflichtet, auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten. Ausnahmen sind für kleine Betriebe vorgesehen, die ihrer Kundschaft Speisen und Getränke auch in mitgebrachte Behälter abfüllen können.

 

Was tut die Bundesregierung gegen den Meeresmüll?

 

Die Bundesregierung engagiert sich weltweit für die Vermeidung von Plastikmüll und den Schutz der Meere. Während der deutschen G7- und G20-Präsidentschaften 2015 und 2017 haben die beteiligten Staaten Aktionspläne gegen die Meeresvermüllung vereinbart. Die Bundesregierung unterstützt Partnerländer mit rund 50 Millionen Euro bis 2023, um Abfallsammel- und Verwertungstechnologien aufzubauen.

 

Deutschland fördert beispielsweise den Ausbau von kostenlosen Entsorgungsstellen für Schiffsabfälle in den Häfen und die Beseitigung von Müll auf dem Meeresgrund. Im Mai 2020 hat das Bundesumweltministerium ein neues, internationales Förderprogramm gestartet: Es geht darum Lösungen zu finden, um die Menge an Plastikmüll zu reduzieren und Abfall- und Kreislaufmanagementsysteme aufzubauen.

 

2020 ist Deutschland der internationalen Meeres-Vorreiter-Allianz ("Global Ocean Alliance") beigetreten. Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 30 Prozent der Weltmeere unter Schutz gestellt sein.


https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-01/plastikmuell-verpackungsgesetz-aenderung-mehrwegsystem-recycling-bundesregierung-pfand

20. Januar 2021