Die Nordansicht des Schlosses in der einzigen erhaltenen Fotografie aus dem Jahre 1861.
Das Wandsbeker Schloss. Kolorierter Stahlstich nach einer Zeichnung von C. Laeisz, um 1830. Die Abb. gibt die nach Norden zeigende Hauptfront des Schlosses mit der Attika auf dem Giebelsims wieder.

Das Wandsbeker Schloss

Heute erinnern in Wandsbeks Zentrum nur noch die Straßen ‚Schloßstraße’ und ‚Schloßgarten’ daran, dass Wandsbek einmal ein berühmtes Schloss mit einem ebenso berühmten Park aufzuweisen hatte. 

Historiker weisen oft darauf hin, dass die Bezeichnung ‚Schloss’ streng genommen nur für Fürstenresidenzen zutreffe. Dies war auch der Fall, aber der Sprachgebrauch ist schon seit vielen Jahren und sogar Jahrhunderten ein anderer. Schon im 17. Jahrhundert wurden besonders prächtige Bauten unabhängig von ihrer Nutzung als ‚Schloss’ bezeichnet, und es stört sich heute auch (fast) niemand daran, dass beispielsweise auch das Ahrensburger Schloss diese Bezeichnung führt.

Das erste Herrenhaus in Wandsbek entstand vermutlich um 1520, der Ritter und bedeutende Humanist errichtete 1568 unter Einbeziehung dieses Gebäudes die ‚Wandesburg’, die u.a. auch den weltberühmten Astronomen Tycho Brahe beherbergte.

Heinrich Carl Graf von Schimmelmann, der als reichster Mann in Europa galt, erbaute 1772 bis 1778 auf den Grundmauern der Wandesburg ein prächtiges Schloss. Gleichzeitig ließ er den Schlosspark neu gestalten, an den heute noch die Wandsbeker Gehölze erinnern.

1861 wurde das Schloss abgerissen, Marienthal entstand. 

Nähere Informationen und viele Bilder bietet das Buch ‚Das Wandsbeker Schloss – Rantzau, Brahe und die Familie Schimmelmann.

Entdeckt - die Wiege Wandsbeks

Unter dieser und anderen Überschriften berichteten die Medien im Juni 2007 in unterschiedlicher Qualität über die Ausgrabungen auf dem ehemaligen Parkplatz zwischen Am Alten Posthause und Schloßgarten. Was aber wurde tatsächlich gefunden, und welche Schlüsse ergeben sich hieraus für die Wandsbek-Forschung?

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