Der erste Bauabschnitt von der Robert-Schuhmann-Brücke bis zur Wandsbeker Marktstraße ist fast fertig gestellt. Obwohl zahlreiche Ausstattungsgegenstände noch fehlen begeistert die neue Qualität die Besucher und Anlieger im Wandsbeker Zentrum. Sebastian Binger vom Aufgabenträger, der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. Es ist schön zu sehen, dass sich in Wandsbek etwas bewegt. Der Fortschritt ist täglich zu erkennen.“ Noch fehlen die Einrichtungsgegenstände wie die neue Beleuchtung und neue Fahrradbügel. Diese werden in einem Zuge nach der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes eingebaut.
Der zweite und dritte Bauabschnitt auf der Süd- und Nordseite der Wandsbeker Marktstraße bis zur Hammer Straße wird in den kommenden 6-8 Wochen hergestellt. Auch in diesem zweiten Bauabschnitt wird sich viel verändern. Die Parkplätze werden aus dem gleichen Material wie die Gehwege hergestellt, die Radwege werden breiter und es werden im Abstand von 15 Metern neue Bäume gepflanzt sowie eine zusätzliche Gehwegbeleuchtung eingebaut. Carsten Wiese, Bauleiter vom Garten- und Landschaftsbauer Hohenberg GmbH: „ Wir arbeiten mit bis zu vier Kolonnen gleichzeitig an der Fertigstellung des Wandsbeker Zentrums. Entsprechend schnell kommen wir voran.“ Nur durch eine zügige Umsetzung der Pläne kann die Beeinträchtigung für Kunden und Geschäfte möglichst gering gehalten werden. Die wichtigste Botschaft: Die Geschäfte werden jederzeit zugänglich sein.
Holger Gnekow, Vorstandsvorsitzernder von City Wandsbek e.V.: „Wir danken den beteiligten Unternehmen, Grundeigentümern und dem Bezirksamt Wandsbek sowie der Stadt Hamburg für die zügige und zielstrebige Arbeit. Ohne die enge Kooperation wäre eine so zügige Umsetzung der Planungen nicht möglich.“
Überzeugen Sie sich selbst von dem Fortschritt der Arbeiten. Besuchen Sie Wandsbeks Zentrum!






Sie sehen die Entwürfe der Landschaftsarchitekten WES & Partner, die die Umgestaltung des Wandsbeker Zentrums übernehmen.
In der Neugestaltung wird das helle sandsteinfarbige Erscheinungsbild der Granitplatten des neuen Wandsbeker Marktplatzes konsequent auf die Gehwegflächen übertragen. Durch diese farbliche Einheit erhält die Wandsbeker Flaniermeile ein großzügiges Erscheinungsbild mit leicht glänzender Oberfläche und mediterranen Charme.
Die PKW-Stellplätze (auch vor der Post) werden ebenfalls wie die Fußgängerwege mit dem gleichen Plattenmaterial durchgehend befestigt. Durch diese Gestaltung wird der Flanierbereich optisch vergrößert und der Straßenbereich auf das Nötigste minimiert. Die Bordsteine werden in den Parkplatzbereichen abgesenkt, die übrigen Flanierbereiche werden durch Hochborde vor Falschparkern geschützt. Die Anlieferzonen werden in Teilbereichen der Stellplätze für die Morgenstunden ausgewiesen.
Die Fahrradwege werden durch Linien aus dunklen Betonsteinen markiert, umso weit wie möglich den durchgehenden, großzügigen Flanierbereich zu erhalten. Eine weitere, ca. 2m von der Häuserfassade entfernte Linie aus dem gleichen Material definiert die Grenze der Auslagen.
Eine alleeartige Bepflanzung mit Sumpfeichen, ein Baum mit markanten, unverwechselbaren gleichmäßigen Wuchs, wird vorgeschlagen. Diese Baumreihung hat die Kraft durch ihre Grünmasse den großen Straßenraum zum Boulevard Wandsbek zu machen. Charme und einen "grünen Charakter", der doch so typisch für Wandsbek ist, wenn man auf die Historie zurückblickt. Eine Qualität, die wieder deutlich darzustellen ist, um sich von anderen Einkaufszentren positiv hervor zu heben.
Die Schloßstraße hat mit seinen Solitärbauten und Vorgärten einen anderen stadträumlichen Charakter. Auch hier sollte die Gestaltung der Nebenflächen den anderen Bereichen angepasst werden, um den Bereich "Wandsbek Markt" zusammen wachsen zu lassen.
Dazwischen liegt der Wandsbeker Marktplatz eingebettet wie ein Juwel.
Zum Verweilen laden lange Betonbänke mit Holzauflage ein, die im Wechsel mit den Parkplätzen zwischen den Bäumen vorgesehen sind. In deren unmittelbarer Nähe befinden sich Abfallbehälter.Die Fahrradständer befinden sich unter den Baumkronen.
Die Grundausleuchtung erfolgt weiterhin durchgehend durch die vorhandenen Peitschenlampen. Eine neue, eigenständige Beleuchtung würde jedoch den Boulevardcharakter deutlich stärken. Eine neue Lichtquelle, die Atmosphäre und Sicherheit auf den Gehwegen schafft, die die Baumkronen von unten beleuchtet und den Fußweg ausleuchtet, wird vorgeschlagen.
24. Juni 2008
Am 30. Mai 2008 endete die gesetzlich vorgesehene öffentliche Auslegung des Antrags auf Einrichtung eines Innovationsbereichs (BID) Wandsbek Markt, während derer die betroffenen Eigentümer Stellung nehmen dürfen.
Das Ergebnis lässt sich zeigen: Mehr als 90 Prozent der Grundstückseigentümer unterstützen den vorgelegten Antrag auf Einrichtung des Innovationsbereichs (BID) Wandsbek Markt. Die über 2,5 Jahre intensive Vorbereitung durch die BID-Initiatoren hat sich gelohnt. Damit kann der Antrag zur Vorbereitung der Rechtsverordnung an die zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt weiter gegeben werden.
Wandsbeks Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller zeigt sich erfreut: „Die hohe Zustimmung der Wandsbeker Grundeigentümer zum Innovationsbereich (BID) Wandsbek Markt freut uns alle. Unser Ziel ist, mit der Neugestaltung noch im Sommer dieses Jahres zu beginnen. Ganz herzlich danken möchte ich dem BID-Lenkungsausschuss, City Wandsbek e.V., dem Aufgabenträger: Fa. Otto Wulff Bauun-ternehmung GmbH & Co. KG, den beteiligten Planungsbüros und den Grundeigentümern. Wandsbek wird mit dem BID Wandsbek ein deutlich attraktiveres Zentrum erhalten.“
Holger Gnekow, Vorsitzender von City Wandsbek: „Mit diesem eindeutigen Votum zum BID unterstreichen die Grundeigentümer die Bedeutung des Wandsbeker Marktes als bedeutendstes Einkaufs- und Dienstleistungszentrum im Osten Hamburgs. Wir signali-sieren durch Nutzung dieses neuen Instrumentes der Standortentwicklung die Innovationsbereitschaft der Wandsbeker Geschäftsleute und Grundeigentümer weit über Hamburg hinaus.“
Behörde will Abgabengrenze einführen
Seit dem 1. Januar 2005 gilt in Hamburg das Gesetz zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren (GSED). Damit hat Hamburg als erstes Bundesland das Modell der Business Improvement Districts (BID) eingeführt. Es ist Muster für weitere BID-Gesetze in Bremen, Schleswig-Holstein und Hessen. In Hamburg wird das Gesetz als Erfolg bewertet: Neben den bereits bestehenden BIDs Sachsentor und Neuer Wall gibt es inzwischen in jedem Bezirk mindestens eine ernsthafte BID-Initiative.
Dennoch hat sich in der Anwendung des Gesetzes gezeigt, dass Eigentümer von sehr großen, tiefen oder mit einem Hochhaus bebauten Grundstücken, überproportional hohe Abgaben leisten müssen. Dadurch ist es erheblich schwerer, die Gebiete abzugrenzen und unter den Akteuren Konsens zu erzielen. Auslöser ist das Pilotprojekt BID Wandsbek Markt. Die heterogene Grundstückstruktur führte zu scheinbar unlösbaren Konflikten über die Finanzierung des geplanten BID.
Die Initiatoren des BID Wandsbek Markt haben deshalb zusammen mit ihrem potenziellen Aufgabenträger, der Otto Wulff Bauunternehmung, und deren Rechtsbeistand, der Hamburger Kanzlei Graf von Westphalen, Bappert & Modest, einen Vorschlag zur Ergänzung des GSED erarbeitet. Danach soll in Zukunft in Innovationsbereichen für bestimmte, noch genau zu definierende große Grundstücke eine gesetzliche Höhenbegrenzung der Abgabe zu einer gerechteren Verteilung der Abgabenlast führen. Nach einer ersten rechtlichen Beurteilung durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und der Finanzbehörde ist eine Kappung überhöhter Beiträge gut geeignet, die aufgetretenen Schwierigkeiten gerecht zu lösen.
Senator Axel Gedaschko: „Gemeinsam mit den Hamburger BID-Initiativen, der Handelskammer Hamburg und der BID-Initiative Wandsbek Markt soll auf der Basis des Wandsbeker Vorschlags ein Gesetzentwurf zur Änderung des GSED erarbeitet werden. Damit möglichst viele Initiativen davon profitieren können, soll schon im kommenden Sommer die Gesetzesänderung bei der Bürgerschaft beantragt werden.“
In den gewachsenen, traditionellen Standorten ist gerade das Miteinander von großen und kleinen Einzelhändlern und Grundeigentümern ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Mit der angestrebten Gesetzesänderung können unverhältnismäßig hohe Abgabenlasten für einzelne Grundeigentümer auf ein angemessenes Maß reduziert werden. Damit wird vielen BID-Initiativen in Hamburg die Vorbereitung eines BID deutlich erleichtert.
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (St)
4. Mai 2007 Hamburger Abendblatt
Die Pläne, die Wandsbeker Marktstraße zu einem Business Improvement District (BID) umzuwandeln, sollen in Kürze verwirklicht werden. Die Stadt will dafür das Gesetz zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren ändern.
Stadtentwicklungs-Staatsrat Gerhard Fuchs (CDU): "Bislang wurden Grundeigentümer mit sehr großen Grundstücken bei der Verwirklichung eines BIDs extrem finanziell belastet. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass die Höhe der Abgaben für diese Grundeigentümer in Zukunft beschränkt werden. Das gilt dann auch für alle weiteren BIDs, die neu eingerichtet werden." Bisher mussten Eigentümer bis zu zehn Prozent des Einheitswertes ihres Grundstücks als BID-Abgabe entrichten. Das BID-Konzept wurde vor 30 Jahren in Kanada entwickelt. Hamburg ist in Deutschland Vorreiter, weil es ein entsprechendes Gesetz erlassen hat. Demnach können Grundeigentümer Verbesserungen zur Situation an ihrem Standort in Eigenregie umsetzen und finanzieren.
Die Wandsbeker Marktstraße soll zwischen Brauhausstraße und Wandsbeker Allee zum BID werden. Im Frühjahr 2008 soll es losgehen, es sind Investitionen von rund vier Millionen Euro vorgesehen. Die sollen unter anderem für einen Granitbelag der Fußwege verwendet werden. Initiator ist der Verein City Wandsbek. "Die Stadt wird sich mit 750 000 Euro beteiligen, weil ohnehin eine Grundinstandsetzung der Fuß-und Radwege in dem Bereich vorgesehen war", sagt Wandsbeks Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller.
ug
25. Januar 2006 Hamburger Abendblatt
Von Klaus-Christian Schulze-Schlichtegroll
Stadtentwicklungssenator Michael Freytag geht davon aus, daß der Senat noch in diesem Jahr den Business Improvement District (BID) um den Wandsbek Markt beschließt, sofern sich die mehr als 70 betroffenen Grundeigentümer mehrheitlich einigen. Das sagte er in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang der Wandsbeker Geschäftsleute.
Für rund vier Millionen Euro sollen Bäume gepflanzt und die Gehwegbereiche mit neuen Platten, Sitzmöbeln und Lampenskulpturen verschönert werden. Ähnlich wie am Neuen Wall wird das Projekt nach amerikanischem Vorbild von den Anliegern finanziert. Als Aufgabenträger wurde die Firma Otto Wulff gewonnen, die ihre Erfahrungen vom Neuen Wall einfließen lassen kann.
Das Citymanagement in Wandsbek denkt außerdem darüber nach, im nächsten Winter eine Eisbahn auf dem Wandsbeker Markt zu installieren. 1878 errichtete ein Gastwirt hier zusammen mit der Feuerwehr die erste deutsche Kunsteisbahn.
24. Januar 2006 Hamburger Abendblatt
Rund um den neugestalteten Wandsbeker Markt soll es schöner werden: Die Grundeigentümer und Gewerbetreibenden an der Schloßstraße und der Wandsbeker Marktstraße wollen sich in einem Business Improvement District (BID) zusammenschließen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll das Gebiet für vier Millionen Euro aufgewertet werden.
Die klassischen Gehwegplatten sollen sandfarbenem Granitbelag weichen und etwa 30 Bäume sollen gepflanzt werden. Bänke, Fahrradständer, Mülleimer werden nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Hans Möller (Kontor Freiraumplanung) in einheitlichem Design erneuert und in neuem Licht strahlen: Die Lampen am Gehweg werden modernisiert.
"Bisher haben wir die Zustimmung von etwa der Hälfte der 60 Anlieger", sagte Initiator Holger Gnekow (48), Apothekeninhaber und Vorsitzender der City Wandsbek e. V. Das Besondere an einem BID ist, daß alle Grundeigentümer und Gewerbetreibenden sich an den Kosten beteiligen müssen, wenn zwei Drittel einer Gründung zustimmen. Dieses Gesetz hatte der Senat vor einem Jahr beschlossen. Bisher gibt es in Hamburg zwei BID: in Bergedorf und am Neuen Wall. Bausenator Michael Freytag sagte: "Das Hamburger BID-Gesetz ist ein Erfolgsmodell."
Das Wandsbeker BID solle so schnell wie möglich starten, sagte Gnekow: "In diesem Jahr wollen wir die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt haben." Mit einem Marketing-Konzept solle dann auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wandsbeker Marktes gestärkt werden.
woh